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Rashid Al Khalifa großes Thema ist das Licht. Licht visuell erfahrbar zu machen ist ein wegweisender Faktor hin zu den Arbeiten, die in der Galerie Hotel Mond Fine Arts in Berlin zu sehen sind. Seine Arbeiten bewegen sich vermehrt von der Fläche in die Dreidimensionalität. Sie wölben sich von der Wand vor, wachsen in den Raum. In dem Prozess entdeckt Rashid Al Khalifa die konvexe Form für sich, die von nun an bestimmend für sein Werk wird. Von da an interessieren ihn ganz andere Materialien als Leinwand und Farben. Er beginnt mit Stahl und Aluminium zu arbeiten. Die Oberflächen eignen sich wie er feststellt, besser dazu, seine Vision von Licht umzusetzen. Dazu bearbeitet er die Flächen in ihrer Gesamtheit, verleiht ihnen Struktur, überzieht sie mit einem komplexen filigranhaften Liniennetz. Indem er Aluplättchen in unterschiedlichen Größen in dieses Netz von Horizontalen und Vertikalen einsetzt, erzeugt er eine Dreidimensionalität und verwandelt es so in ein vibrierendes Medium aus Licht und Raum. Als weiteres Element kommt bei vielen Arbeiten die Farbe hinzu, mit der die Oberflächen überzogen werden, teilweise von großer Raffinesse, die erst bei genauer Betrachtung offensichtlich wird. Die Einflüsse islamischer Architektur sind unverkennbar. In der Gestaltung erinnern die Oberflächen seiner Objekte auch an das Prinzip der Mashrabiyas, jene ornamentierten Fenster aus geschnitztem oder gedrechseltem, zu geometrischen Mustern angeordnetem Holz, die wir im allgemeinen mit dem Orient assoziieren. Sie filtern das Sonnenlicht, sorgen für Kühle, lassen raffinierte Lichtmuster in den Innenräumen entstehen. Man kann nicht von außen nach innen, aber umgekehrt von innen nach außen sehen. Das Spiel mit dem Sichtbaren und Verborgenen steckt darin.

Kuratiert von: Karin Adrian von Roques

 

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