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Die Titel zu ihren Bildern sind ein wohl dosierter philosophischer Hinweis auf die tiefen Gründe der Geschichten die Ilana Lewitan in ihrer Kunst erzählt. Wobei der Ausgangspunkt nebensächlich bleibt; war es zuerst das Bild, welches zum Titel inspirierte, oder war es der Bildtitel welcher Anregungen zum Kunstwerk lieferte. Der Münchner Kunstkritiker Gottfried Knapp beschrieb diesen Zustand in einem Essay wie folgt: „Jeder ihrer Bildtitel könnte auch der Titel einer Kurzgeschichte sein; lustig oder ernst, spontan oder reflektiert kritisch. Die Künstlerin nutzt das Reservoir Ihrer Erfahrungen, die Sie dem Betrachter mitteilen will. “ Eine zentrale Position in ihrer Bildwelt nehmen unbesetzte Stühle ein. Diese stehen mal auf Podesten, warten am Straßenrand, schweben durch den Raum oder hängen mitunter von der Decke herab. Immer einladend gilt ihr Stuhl als Rastplatz eines philosophischen Diskurses zwischen Wirklichkeit und Traum. So jedenfalls stellt Ilana Lewitan die Stühle in das Zentrum Ihrer Bildwelt. In „Der Weg, der nie endet“ lädt die Künstlerin zu einer Zeitenreise ein, indem sie dem Betrachter den Stuhl offeriert, um von diesem aus dem Weg eines Rindes von vertrauter Umgebung in himmlische Sphären zu beobachten. Fraglos eines ihrer Meisterwerke in der Ausstellung. Ilana Lewitan hat ihre Bildsprache auf das wesentliche reduziert. Es gibt nicht viele Künstler, denen es gelingt, den Malprozess so zu beenden, daß dieser sich im Auge des Betrachters fortsetzt. Ilana Lewitan ist 1961 in München geboren, wo sie auch an der TU Innenarchitektur und Architektur studierte. Ihr beruflicher Weg führte sie nach New York um dort u.a bei Richard Meier als Architektin zu arbeiten. Die Ausstellung läuft vom 12. Oktober bis 15. November. Im selben Zeitraum wird unter dem Titel „Adam wo bist Du?“ in der Parochialkirche (Berlin Mitte/ Klosterstrasse 67) eine Kunstinstallation gezeigt.

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