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Zum Motto der diesjährigen Sommerausstellung wurde CHANGE OF IMAGE ausgewählt. Hinter diesem vielsagenden Bildwechsel verbirgt sich eine Anzahl von künstlerischen Positionen, die einerseits fest zu unserem Programm gehören, aber auch andererseits Künstler, die wir eigens für diese Ausstellung zur Teilnahme eingeladen haben. Eine spannungsreiche Zusammenstellung, deren Absicht es ist, Einblick in das vielschichtige Schaffen einer Reihe Berliner und auswertiger Künstler zu gewähren.

Dazu gehören die atelierfrischen Stoffübermalungen von Lilli Elsner (1993), in denen sie intime und existenzielle Geheimnisse verarbeitet. Ebenso direkt aus dem Atelier kommen die Malereien von Björn Vogel (1979). Die Chiffren seiner Bildfindungen haben ihren Ursprung in der Kaligraphie und vermitteln Geheimnisse, die ausgewogen, tiefgründig und dennoch lesbar sind. Vogel studierte am College of Art in Atlanta, und wurde bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Zu den neueren Positionen gehören die aus Korea stammenden Künstler Kim Kyu Hyun (1991) und Kim Jin Hee (1990). Beide Maler, die in Berlin studiert haben, und sich mit unterschiedlichen künstlerischen Aussagen mit der Kultur Ihrer Heimat auseinandersetzen. In seinem ‘Spaziergang’ skizziert Kim Kyu Hyun eindrucksvoll die Problematik kommunikativer Sprachbarrieren, während seine Kollegin Kim Jin Hee in ihren Frauenportraits Ansätze aus der neuen Sachlichkeit aufnimmt.

Aus der Türkei stammen Sultan Adler (1975) und Yaşam Şaşmazer (1980) Beide seit langem eng mit Berlin verbunden, auch wenn ihre Wege sie wieder zurück in ihre Heimat geführt haben. Şaşmazer, eine ausdrucksstarke Bildhauerin, setzt sich in ihrem Werk mit inneren Zuständen einer imaginären Familienwelt auseinander. Bei Sultan Adler wurde der Name zum Konzept: die Vielfalt des Herrschers der Lüfte findet sich in ihrer Bildwelt wieder.

Sommerfrische strahlt aus der der ‘Schwarzen Welle’ von Sigurd Wendland (1949) Wenn auch die Welle in ihrer Majestät bedrohlich auf die Kinder zurollt, so verharren sie angstfrei und warten auf das was auf sie zurollt. Hinter dem Pseudonym XY verbirgt sich die polnische Künstlerin Anka Mierzejewska, die in ihrem spielerischen Triptychon ‘Octopus’ die Leichtigkeit des Seins eindrucksvoll darstellt.

Vom Tony Gragg Schüler Ulrich Riedel (1979) befinden sich zwei dreidimensionale Werke in der Ausstellung. Sein Material ist Holz, welches er zu ungewohnten abstrakten Formen verarbeitet. Ähnlich wie bei seinem Lehrer ist auch bei ihm eine Verweigerungshaltung gegenüber ästhetischen Sehgewohnheiten zu erkennen. Die Figuren des chinesischen Bildhauers Lu Feng (1979) hingegen überzeugen mit einem unübersehbaren Alltagszynismus, und bereichern die Ausstellung mit einer weiteren Facette künstlerischen Schaffens.

Johanna Flammer (1978) zeigt kleinformatige Leinwände, in der sie ihre floralen Kompositionen mit gekonnter Sicherheit in die Miniatur setzt. Von Stephan Kaluza (1964) sind kleinere Abstraktionen zu sehen. Sein Spiel mit Farbe und Fläche ergänzt die unterschiedlichen malerischen Positionen. In der Fortsetzung seines ‘Amerikanischen Mythos’ entsteht bei Ali Eckert (1963) ein neuer Werkszyklus, in dem er in Epoxidharz eingegossen seine Auseinandersetzung mit seiner amerikanischen Zweitheimat festhält.

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